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Wie alles begann

Unsere aktive Mitgestaltung der Hamburg Open Online University (HOOU) in den vergangenen vier Jahren hat es erfordert, die Aktivitäten nationaler und internationaler Hochschulakteure zu beobachten und zu analysieren, um Inspiration und Best-Practice-Beispiele für das eigenen Handeln zu erlangen. Die gewonnen Erkenntnisse haben wir in den Aufbau eines technischen Experimentierfeldes an der TU Hamburg fließen lassen, in dem wir Lehr-Lernangebote im Open-Education-Ansatz realisieren. Die dort stattfindenden Prozesse haben uns ermöglicht, die Korrelation struktureller, kultureller und strategischer Faktoren besser zu verstehen. Dabei sind neben vielen motivierenden Erfolgserlebnissen auch zahlreiche Fragen und Problemstellungen entstanden, die wir weiter erforschen und anwendungsorientiert systematisieren möchten.

Nach dieser ersten Phase der Entwicklung von Technik, Infrastruktur und lernendenorientiertem OER-Content sehen wir uns nun vor die Herausforderung gestellt, Räume zu schaffen, in denen technikgestütztes Lernen stattfinden kann, sowie nachhaltige Gemeinschaften von Lernenden aufgebaut werden können. Um dieser Frage nachgehen zu können, haben wir, Axel Dürkop und Dr. Tina Ladwig, uns auf das Digital Learning Transfer Fellowship des Stifterverbands und der Reinhard Frank Stiftung beworben. Diese hat es uns ermöglicht mit anderen engagierten Akteur_innen in Kontakt zu treten, die sich auch mit der Frage beschäftigen, wie Lernräume der Zukunft aussehen können.

Der Plan war, dass wir über das offene Forum der TU Hamburg Fotos und Bilder inspirierender Lernräume einsammeln, die wir mit den Methoden der reflexiven Fotografie auswerten wollten. Tatsächlich haben wir in diesem Kontext die Hürden unterschätzt, die der Datenerhebungsprozess mit sich bringt. Zum einen ist es eine Frage von Zeit und Aufwand für die Befragten, die Daten selbst zu erheben, Bilder zusammenzustellen und sich dann im Forum anzumelden, um die Daten zur Verfügung zu stellen. Die meisten Beispiele von Lernräumen haben wir nun tatsächlich über das persönliche Netzwerk einsammeln können. Interessanterweise stammen die meisten Bilder aus Bibliotheken aus aller Welt. Ein Aspekt, der bereits eine wesentliche Erkenntnisse und auch dezidierte Fragestellung mit sich bringt. Welche Rolle spielen Bibliotheken wenn es darum geht, neue Räume an Hochschulen zu finden und zu gestalten?

Weiterentwicklung

Wir glauben immer noch an die Idee, dass es bestimmte Gestaltungskriterien gibt, die Lernräume der Zukunft ausmachen und die einen allgemeingültigen Charakter haben. Um diesen Kriterien auf die Spur zu kommen, haben wir uns dafür entschieden, das methodische Vorgehen zu verändern.

Zusammen mit unserer Kollegin Ann-Kathrin Watolla haben wir ein Workshopkonzept entwickelt, welches die bisher gesammelten Daten integriert und die Teilnehmenden über diese bereits gesammelten Fotos von Lernräumen gemeinsam reflektieren lässt. Ziel war es, gemeinsam mit den Teilnehmenden Gestaltungsoptionen für virtuelle und physische Lernräume und deren Zusammenspiel im Hinblick auf die Unterstützung von Lerngemeinschaften zu erarbeiten. Diesen Workshop haben wir erstmalig im Rahmen der Themenwoche 2018 des Hochschulforums Digitalisierung in Berlin am 25.09.2018 angeboten.

Workshopkonzept

1. Phase: Inspiration und Austausch

Wir haben in dem Raum zunächst zahlreiche Fotos auf A4 ausgedruckt und verteilt und die Teilnehmenden aufgefordert mit Post-its unter diesen Bilder ihre ersten Assoziationen zu kleben.

2. Phase: Themen identifizieren und Cluster bilden

Anschließend haben wir die Teilnehmenden in vier Gruppen aufgeteilt und sie gebeten, sich die Fotos für ihre Gruppe auszusuchen, die sie am meisten inspiriert haben. Dann hatten die Teilnehmenden Zeit sich in der Gruppe ihre Assoziationen gegenseitig vorzustellen und zu Themenclustern zusammenzutragen.

3. Phase: Service- und Supportstrukturen identifizieren

Abschließend wurden die Teilnehmenden aufgefordert, die strukturellen Bedarfe zu benennen, die die Umsetzung und Gestaltung dieser Lernräume erfordern würden. Damit wurde der Blick in die Zukunft gerichtet, um zukünftige Lernräume von Lerncommunities zu beschreiben. Damit schließt der Workshop mit einer gemeinsamen Machbarkeitsanalyse unter verschiedenen (wie z.B. finanziellen) Gesichtspunkten ab.

Aktueller Stand

Bisher haben wir die Ergebnisse noch nicht weiter aufbereiten können. Wir wollen diesen Workshop aber gerne noch in anderen Kontexten durchführen und dann verdichtete Erkenntnisse ableiten können.

Einblicke in den Workshop

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