Neues Kniffelix Rätsels im Corona-bedingten Home-Office: Wie kann das klappen?

Neues Kniffelix Rätsels im Corona-bedingten Home-Office: Wie kann das klappen?

Die Erstellung eines neuen Rätsels auf Kniffelix – das Flugzeug Rätsel – stand an und dann kam Corona … Das bedeutete den Umzug ins Home-Office, wodurch sich einige Änderungen, vor allem für die Videoproduktion, ergeben haben. Plötzlich gab es nicht mehr die Möglichkeit, gemeinsam mit Stephan Dublasky aus dem HOOU-Team an verschiedenen Drehorten zu filmen. Die Videos mussten nun zu Hause entstehen, mit der Technik und sonstiger Ausstattung, die man zu Hause finden konnte. Das Spannende daran war, zu sehen, wieviel Kreativität doch in so einer Situation zutage kommt. Für Kniffelix bedeutete diese Veränderung, einfach mal wieder Neues auszuprobieren. Und auch zu unserem Projekt Kniffelix passte diese Umstellung hervorragend, denn bei Kniffelix geht es in den Rätseln darum, dass man auch mit Dingen, die man zu Hause hat, experimentieren kann. Wenn wir das in unseren Experimenten in den Rätseln machen, warum dann nicht auch einmal für die Erstellung der Rätsel? Der gewohnte Prozess, dass Stephan die Videos filmt und den Videoschnitt übernimmt, war nicht mehr vorhanden. Nun musste ich das alles im Homeoffice selbst verwirklichen. Also Ärmel hochkrempeln und alles Mögliche ausprobieren: Womit klappen die Videos besser – mit dem Handy, dem Tablet oder doch dem Laptop über Zoom? Oh, bei Zoom kann man sogar virtuelle Hintergründe einstellen … Wie gut funktioniert das eigentlich? Und wie drehe ich überhaupt Videos von mir, wenn plötzlich kein Stephan mehr da ist, um die Kamera zu halten!? Und das Licht … Ja, auch da war Ausprobieren angesagt. Klappt es besser ohne Licht, oder mit dem Deckenlicht. Oder doch noch einmal ein paar kleine Lampen und die Schreibtischlampe zusammensuchen und rundherum platzieren? Und der Ton? Nehme ich einfach über die integrierten Mikrofone der Geräte auf, oder nutze ich ein Headset? Wenn es ein Headset sein soll, reicht ein Einfaches vom Handy zum Telefonieren oder ist ein Gamer-Headset mit richtigem Mikrofon besser? Und dann zum ersten Mal Videos selbst schneiden. Spannend …

Da diese Zeit wirklich sehr aufregend war, möchte ich in diesem Bericht einen Einblick geben, wie diese Umstellung war und was ich für uns herausgefunden habe.

Bildhintergrund:

Für den Hintergrund eines Fotos war ein wenig Kreativität gefragt. Im Büro haben wir dunkelblaue Pappe für solche Vorhaben, da ich diese aber im Homeoffice nicht zur Verfügung hatte, habe ich kurzerhand eine Isomatte als Ersatz genommen. Da ich den Flieger für ein Quiz fotografieren musste, als er aufgehängt war, brauchte ich die Isomatte als Hintergrund an der Wand. Also habe ich sie mit Klebestreifen an die Wand geklebt und da die Matte relativ schwer ist, habe ich noch weiteren Halt erzeugt, in dem ich sie zwischen Wand und einem Stuhl eingeklemmt habe. So sahen die Konstruktion und das Ergebnis aus:

Videodrehs:

Arbeitsplatz filmen:

Fangen wir doch gleich einmal mit der Frage an, wie ich meinen Arbeitsplatz filmen kann, um meine Bastelschritte aufzunehmen, ohne ein Stativ zu haben. Die kreative Lösung, die dabei herauskam, habe ich gleich einmal für unsere Kniffelix Community aufgenommen, damit wir einen Blick hinter die Kulissen geben können. Das Video möchte ich an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten.

Als ich am Schwerpunkt meines Fliegers für das Rätsel arbeiten und das Ganze filmen wollte, brauchte ich eine andere Stativ-Konstruktion. Da kamen mir die Klimmzugstange, zwei Stühle, eine Holzkiste und etwas, um das Handy anzulehnen, wie gerufen. Heraus kamen dabei diese Konstruktion und folgendes Ergebnis:

Sprecherin filmen:

Und dann brauchte ich noch eine Lösung, um mich selbst zu filmen, ohne die Kamera, wie bei einem Selfie, immer festhalten zu müssen.

Lösung 1: Zoom-Meeting mit mir selbst

Beim Zoom-Meeting mit mir selbst habe ich gleich auch einmal die Option des virtuellen Hintergrunds getestet. Schließlich handelt es sich um ein Flugzeug Rätsel, warum also immer nur eine weiße Wand im Hintergrund haben, wenn man auch Tragflächen und Wolken haben kann!?

Dabei sind mehrere Schwierigkeiten aufgetreten. Ich bin Brillenträgerin und der Bildschirm hat sich immer in meiner Brille gespiegelt. Außerdem musste ich feststellen, dass es tatsächlich ganz schön schwer ist, die ganze Zeit nur zur Kamera zu gucken, wenn man immer etwas Bewegendes im Augenwinkel auf dem Bildschirm sieht. Bei den ersten Aufnahmen sind meine Augen daher immer wieder kurz zum Bildschirm gehuscht. Der Schmierzettel, der neben mit lag, kam da wie gerufen. Ich habe also den Bildschirm einfach mit einem Zettel abgedeckt. So war das Problem der Spiegelung in meiner Brille gelöst und ich war nicht mehr davon abgelenkt, dass sich etwas auf dem Bildschirm bewegt.

Diese Option habe ich allerdings im Rätsel nur einmal verwendet, da ich nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis war. Durch den virtuellen Hintergrund musste ich sehr stillsitzen und konnte nicht gestikulieren, da dann teilweise der Hintergrund verschwand oder ich z.B. beim Winken keine Finger hatte. Dadurch wirkten die Aufnahmen steif und nicht sehr animierend und motivierend. Hinzu kam, dass die Videoqualität über Zoom auch nicht optimal ist. Es war ein toller Test, wurde aber für das weitere Vorgehen in der Videoproduktion der Missionsvideos verworfen. Die einzige weitere Stelle im Rätsel, bei der Zoom zum Einsatz kam, war unser Interview für den Exkurs zur Berufs- und Studienorientierung. Ein persönliches Treffen war aufgrund von Corona in der Zeit nicht möglich, also hat Pia, unsere studentische Hilfskraft, einfach ein Interview per Zoom geführt. Probleme beim Ton aufgrund der Verbindung haben wir gelöst, in dem wir an den entsprechenden Stellen Untertitel eingefügt haben.

Lösung 2: Eine Stativ-Konstruktion für das Filmen mit Handy oder Tablet bauen

Für das Filmen mit dem Handy oder dem Tablet habe ich mir Sitzplätze in der Wohnung gesucht und dann verschiedene Dinge davor gestapelt, worauf ich die Geräte stellen konnte. Das Ganze sieht natürlich nicht so schick aus wie ein Stativ, aber funktioniert hat es trotzdem. Ich habe mehrere Orte und Konstruktionen zum Drehen genutzt. Angefangen hat alles in einer kleinen Ecke in meinem Wohnzimmer. Ich habe es mir auch dem Boden gemütlich gemacht und einen kleinen Hocker aufgebaut, worauf ich mein Handy gestellt habe. Hier einmal die Konstruktion und das Ergebnis:

Für Aufnahmen auf dem Sofa wurde fleißig gestapelt: mit einer Holzkiste, Büchern und etwas zum Anlehnen des Tablets.

Bei einigen Aufnahmen hatte ich dann aber auch das Glück, dass ich Unterstützung hatte und von jemandem mit dem Handy gefilmt wurde.

Licht:

Beim Licht war es ganz unterschiedlich: Je nachdem in welchem Raum ich gedreht habe, wie das Wetter war und welche Uhrzeit wir hatten, brauchte ich mehr oder weniger Licht. Bei Aufnahmen auf einem Sessel sitzend mit Fenstern seitlich von mir und im Flur war es meist nötig, sowohl das Oberlicht anzumachen als auch die Schreibtischlampe zu mir strahlen zu lassen und teilweise noch ein bis zwei weitere kleine Lampen dazuzustellen. Dabei war natürlich wieder wichtig, darauf zu achten, dass sich die Schreibtischlampe nicht in der Brille spiegelt. Im Wohnzimmer ging es meist wunderbar ohne zusätzliches Licht.

Ton:

Beim Ton habe ich anfangs einige Probeaufnahmen gemacht. Ich habe die integrierten Mikrofone vom Laptop und Handy, ein Handy-Headset und ein Gamer-Headset getestet. Am besten hat das Gamer-Headset abgeschnitten, da der Ton hier am wenigsten blechern war. Ein Nachteil mit dem Gamer-Headset war allerdings, dass die Aufnahmen mit dem virtuellen Hintergrund bei Zoom Probleme bereitet haben. Das Headset war zum Teil nicht sichtbar oder hat dafür gesorgt, dass der Laptop es an einigen Stellen nicht mehr geschafft hat, den virtuellen Hintergrund einzublenden. Außerdem war das Gamer-Headset auch sehr groß und die Aufnahmen sahen einfach nicht so natürlich aus, wie wir es sonst bei einem kleinen angesteckten Mikrofon gewohnt sind. An zweiter Stelle folgte das Handy-Headset. Hierbei habe ich auch getestet, wie die Aufnahmen klingen, wenn man das Headset nicht im Ohr hat, sondern das Mikrofon an den Kragen steckt, wie ein kleines extra Mikrofon. Das Feststecken passierte dann auch wieder mit Dingen aus dem Haushalt – Haarklammern …

Die Aufnahmen waren vom Klang her auch mit der angesteckten Variante gar nicht schlecht. An dritter Stelle kam das integrierte Mikrofon des Handys. Die blechernsten Aufnahmen entstanden mit dem Mikrofon des Laptops. Es war sehr spannend das auszutesten, jedoch waren sich diese Versuche am Ende leider doch unnötig. Während der Videoaufnahmen stellte sich heraus, dass ich teilweise zu weit weg von den Geräten sitzen musste und somit kein Headset anschließen konnte. Da die Aufnahmen mit dem integrierten Mikrofon vom Handy im Großen und Ganzen aber auch in Ordnung waren (man konnte alles gut verstehen), habe ich diese Variante genutzt. Für die Videoaufnahmen hatte ich ja bereits festgestellt, dass die Aufnahmen über ZOOM nicht optimal waren, und sich das Handy besser eignete. Das war sowohl für das Video als auch für den Ton zutreffend. Damit die Tonaufnahmen alle einheitlich waren, fiel das Gamer-Headset auch für reine Tonaufnahmen raus. Ich habe auch diese mit dem Handy aufgenommen. Auch wenn natürlich die richtigen Mikrofone zum Anstecken besser sind, hat das Handy dennoch seinen Zweck für dieses Rätsel erfüllt.

Videoschnitt:

Neben der Umstellung, dass ich die Videos selbst drehen musste, folgte dann noch, dass auch der Videoschnitt diesmal in meinen Händen lag. Ich hatte nach verschiedenen Programmen geschaut, habe mich dann aber für iMovie entschieden, da in unserem Team damit schon gearbeitet wurde. So wusste ich, dass bei Problemen Unterstützung aus dem Team möglich gewesen wäre und bei Zeitdruck auch andere Teammitglieder beim Videoschnitt hätten helfen können. Beim Videoschnitt habe ich dann gemerkt, dass man darauf achten muss, die Lautstärken der verschiedenen Aufnahmen im Video anzupassen. Ich habe verschiedene Übergänge genutzt und gelernt, wie man Titel einblendet. Außerdem habe ich herausgefunden, wie man mit png-Dateien zum Beispiel Pfeile einblenden kann, um auf bestimmte Dinge im Video hinzuweisen. Und auch die Zeitraffer- und Zeitlupen-Funktionen waren sehr nützlich. Natürlich war auch der Videoschnitt weniger professionell als in den Videos, die Stephan für uns geschnitten hat, aber es war ein reines learning by doing und die Ergebnisse konnten sich trotzdem sehen lassen.

Fazit:

Mein Fazit aus diesem Experiment ist, dass nicht immer alles ganz professionell ablaufen muss. Wie man sieht, kann man auch mit einfachen Mitteln aus dem Haushalt tolle Dinge entstehen lassen. Die Umstellungen ins Homeoffice durch Corona haben uns im Team gezeigt, wieviel Dinge mit Kreativität lösbar sind. Man muss einfach anfangen und wird überrascht, wie viel Neues entsteht und wieviel Kreativität doch in jedem steckt. Es war eine tolle Erfahrung, die Rätsel-Erstellung einmal ganz anders angehen zu müssen. Ganz nach dem Motto „Kniffelix lässt sich von Corona nicht aufhalten“.

Links zum Kniffelix Flugzeug Rätsel:

Das Flugzeug Rätsel ist auf www.kniffelix.de zu finden (direkt zum Rätsel geht hier).

Außerdem ist das Rätsel als Lernangebot auf www.hoou.de zu finden (direkt zum Lernangebot geht es hier).

 

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