Startschuss für den “Digitalen Freischwimmer”

Der Digitale Freischwimmer ist ein Online-Angebot der TUHH. Er richtet sich in erster Linie an Hochschullehrende, die neugierig auf mediengestützte Lehr- und Lernszenarien sind.

Die Idee einer Website zu digitalen Medien ist dabei nicht neu. Es gibt sehr gute Angebote anderer Hochschulen und Institutionen, z.B. e-teaching.org oder das Wiki des Zentrums für multimediales Lehren und Lernen der Universität Halle. Diese Websites bieten über verschiedene Zugangswege sehr umfassende und detaillierte Informationen zu mediengestützten Lehrszenarien.

Der Digitale Freischwimmer hingegen bietet eine erste Orientierung für Lehrende, die zwar ExpertInnen ihrer Disziplin sind, mit digitalen Lehr- und Lernszenarien jedoch nur wenig vertraut sind. Insbesondere für MINT-Fächer bietet der Freischwimmer Impulse und zeigt Einsatzmöglichkeiten von digitalen Werkzeugen in der Lehre.

Wie ist die Idee zum Freischwimmer enstanden?

Fangen wir einmal von vorne an: Am Anfang des Freischwimmers stand die Broschüre Die gesamte Bandbreite nutzen. Mit digitalen Medien in MINT-Fächern lernen, die das Zentrum für Lehre und Lernen (ZLL) 2017 publiziert hat. Hierin sind Lehrszenarien und Erfahrungsberichte kurz und prägnant beschrieben.

Eine solche Print-Publikation ist eine tolle Sache und fand deutschlandweit unter MINT-Lehrenden und in didaktischen Zentren Anklang. Damit aber den immer neuen und aktuellen Tools Rechnung getragen werden kann, entschieden wir uns zu einer Online-Variante. Diese wird regelmäßig aktualisiert und berichtet über neue Trends und ihre Umsetzung in Lehrkontexten.

Der Digitale Freischwimmer soll mehr sein als ein Seepferdchen, aber eben kein Gold-Abzeichen. Stattdessen möchten wir Lust darauf machen, in die Möglichkeiten des digitalen Lehrens und Lernens hinein zu tauchen und erste Konzepte sicher umzusetzen, ohne im Meer der digitalen Möglichkeiten unterzugehen.

Was war uns bei der Konzeption des Freischwimmers wichtig?

Wir wollten auf keinen Fall eine endlose Sammlung von kompliziert klingenden Tools und Werkzeugen erstellen, sondern von den didaktischen Beweggründen Lehrender auszugehen. „Welche Zielsetzung haben Lehrende bei ihrer Veranstaltungsplanung im Kopf, und welche Rolle können digitale Medien hierbei spielen?” Dafür wählten wir folgende Kategorien aus: Gruppenarbeit gestalten, Studierende aktivieren, Prüfen & Feedback geben oder Schreibprozesse begleiten.

Hinter jeder dieser Kategorien verbirgt sich eine breite Auswahl an Beiträgen zu verschiedenen Werkzeugen und Anwendungen. Wünscht man zusätzlich Unterstützung, können Lehrende der TUHH sich jederzeit an das ZLL-Team wenden.

Auch taucht oft die Frage auf, wie sich mediengestützte Szenarien sinnvoll in die gesamte Veranstaltungsstruktur integrieren lassen. Um solchen Gesamtszenarien auf den Grund zu gehen, bietet der Freischwimmer die Kategorie „Didaktische Gesamtszenarien”.

Ein Thema ist hier beispielsweise das Konzept des Flipped Classroom: Was ist das? – dazu gibt ein kurzes Video Auskunft. Des Weiteren beschreiben wir welche Aspekte es zu beachten gilt, auf welche Stolpersteine man stoßen kann und natürlich: Wer hat an der TUHH schon „geflippt”? Der Freischwimmer hat also die Absicht, in einer leicht zugänglichen und praxisrelevanten Form zu berichten. Die Kategorie „Rechtliche und didaktische Grundlagen” deckt überdies Meta-Themen wie urheberrechtliche Fragen, OER und Lernziele ab.

Flipping the Classroom: Explained (2012). MediaCore. Link: https://www.youtube.com/watch?v=iQWvc6qhTds

Wie geht’s weiter?

In der Pressemitteilung der TUHH zum Freischwimmer hieß es: „Abzeichen schon gemacht?” Und tatsächlich haben uns schon viele gefragt, ob man beim Freischwimmer auch ein Zertifikat erwerben kann. In der Tat war so etwas wie ein Online-Lernmodul mit Badges von Anfang an mitgedacht. Der Digitale Freischwimmer ist also quasi gerade erst vom Startblock gesprungen. Es gilt noch einige Bahnen zu schwimmen.

In jedem Fall freuen wir uns über Feedback, Fragen, Ergänzungen und Wünsche zu unserem Online-Angebot.

Dieser Beitrag wurde verfasst von Nicole Podleschny und Sabine Schermeier

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